Solar – GLOSSAR
Amorphe Solarzelle
Amorphe Solarzellen bestehen aus einer dünnen, nichtkristallinen (amorphen) Siliziumschicht. Diese kann z.B. durch Aufdampfen aufgebracht werden.
Antireflexionsschicht
Unbeschichtete Solarzellen charakterisiert eine silbrig graue Optik. Die Antireflexionsschicht sorgt für die typisch bläuliche bis schwarze Farbe von Solarzellen.
Azimutwinkel
Der Azimutwinkel gibt die Abweichung der Module von der exakten Südausrichtung an. Die exakte Südausrichtung beträgt 0°; die exakte Westausrichtung beträgt +90° und die exakte Ostausrichtung –90°.
Bypass-Diode
Teilweise oder komplette Verschattung eines Solarmoduls verringert aufgrund des entstandenen Widerstands im Stromkreis den Ertrag dieses Moduls. In diesem Fall leitet die Bypass-Diode den Strom an dem abgeschatteten Modul vorbei.
Dachausrichtung
Die Dachausrichtung entscheidet neben der Dachneigung, ob ein Objekt für die Installation einer PV-Anlage geeignet ist. Ideal ist eine exakte Südausrichtung, allerdings können Abweichungen in einem gewissen Rahmen toleriert werden. Ist das Dach z.B. um 45° nach Ost oder West gedreht, können je nach Dachneigung noch bis zu 95 Prozent des Potenzials ausgeschöpft werden.
Dachneigung
Als Dachneigung bezeichnet man den Winkel eines Daches (Anstieg, Steigung). Er beeinflusst den direkten Ertrag der Solaranlage und wirkt sich entsprechend auf den Stromertrag aus. Für Photovoltaikanlagen ist eine Dachneigung von 30°optimal.
DC-Trennschalter
Der DC-Trennschalter trennt die Module vom Wechselrichter und ermöglicht somit beispielsweise eine gefahrlose Reparatur des Wechselrichters.
Degradation
Der Begriff Degradation beschreibt den altersbedingten Leistungsrückgang von Halbleiterbauteilen, in diesem Fall den Rückgang des Wirkungsgrades von Solarzellen im Laufe ihres Lebens.
Einspeisevergütung
Die Einspeisung des über eine Photovoltaikanlage erzeugten Solarstroms wird in Deutschland durch eine im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) festgelegte Vergütung honoriert. Die Höhe der Einspeisevergütung pro kWh orientiert sich an der Anlagenart und -größe sowie an dem Jahr der Inbetriebnahme.
Einspeisezähler
Der Einspeisezähler misst die erzeugte und in das öffentliche Strom-
netz eingespeiste Menge Solarstrom in kWh.
Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG)
Seit April 2000 schreibt das Erneuerbare-Energien-Gesetz in Deutschland Mindesteinspeisevergütungen für Strom vor, der aus erneuerbaren Energien erzeugt wird. Die Vergütungen werden über einen Zeitraum von 20 Jahren an private oder gewerbliche Stromerzeuger gezahlt, z.B. auch für die Einspeisung von Solarstrom vom eigenen Dach.
Generator
Die Gesamtheit der zusammengeschalteten Module bezeichnet man als Generator oder Solargenerator.
Generatoranschlusskasten (GAK)
Im Generatoranschlusskasten werden Stränge des Solargenerators zur Gleichstromhauptleitung zusammengefasst.
Gleichstrom
Als Gleichstrom wird ein elektrischer Strom bezeichnet, dessen Stärke und Richtung unverändert bleibt. Die englische Bezeichnung ist Direct Current mit dem Kürzel DC.
Ingot
Ingot (englisch für Barren) beschreibt einen Siliziumblock, der entweder mono- oder polykristallin aufgebaut ist.
Inselanlage
Eine autark arbeitende Solarstromanlage (auch Stand-alone genannt)
bezeichnet man als Inselanlage. Diese Anlage ist nicht mit dem öffentlichen Stromnetz verbunden, sondern speichert den Solarstrom in einer Solarbatterie.
Monokristalline Solarzelle
Monokristalline Solarzellen werden aus sogenannten Wafern (einkristalline Siliziumscheiben) hergestellt. Monokristalline Solarzellen bestehen aus nur einem einzigen Kristall und weisen somit eine regelmäßige Anordnung der Atome auf. Der Wirkungsgrad beträgt üblicherweise zwischen 14 und 18 Prozent.
Netzgekoppelte Anlage
Eine netzgekoppelte Photovoltaikanlage speist den erzeugten Strom in das öffentliche Stromnetz ein. Dabei wird der von den PV-Modulen erzeugte Gleichstrom von einem Wechselrichter in Wechselstrom umgewandelt und über den Einspeisezähler in das öffentliche Stromnetz eingespeist.
Parallelschaltung
Parallelschaltung beschreibt den Zustand, wenn die Enden des einen Schaltkreiselements direkt an die entsprechenden Enden des anderen angeschlossen sind. Dabei spielt die Anzahl der parallel geschalteten
Elemente keine Rolle.
Photovoltaik
Der Begriff Photovoltaik setzt sich aus Photon (griechisch für Licht) und dem Namen des Physikers Volta (Volt) zusammen. Er beschreibt die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie.
Photovoltaikmodul
Ein Photovoltaikmodul setzt sich aus mehreren in Reihe geschalteten Solarzellen zusammen.
Polykristalline Solarzellen
Polykristalline Solarzellen bestehen aus Scheiben, die eine unregelmäßige Kristallorientierung aufweisen. Die Wirkungsgrade bei polykristallinen Zellen liegen üblicherweise zwischen 12 und 16 Prozent.
Reihenschaltung
Bei der Reihenschaltung werden die Bestandteile des Schaltkreises in Reihe geschaltet. Zwei Schaltkreiselemente sind in Reihe geschaltet, wenn der Ausgang des einen mit dem Eingang des anderen Elements verbunden wird.
Silizium
Silizium steht als Grundstoff für die Solarzellenproduktion in fast unbegrenzter Menge zur Verfügung. Es wird üblicherweise durch chemische Behandlung aus Quarzsand gewonnen.
Standardtestbedingungen (STC)
Festgeschriebene Testbedingungen (STC = Standard Test Conditions) zur Ermittlung der Nennleistung eines Photovoltaikmoduls. (Einstrahlungsstärke von 1000W/m2 in Modulebene, Temperatur der Solarzelle 25°C konstant, Strahlungsspektrum AM1,5 global; DIN EN 61215, IEC 1215, DIN EN 60904, IEC 904.)
Solarzelle
Die Solarzelle bildet die kleinste Einheit zur Stromerzeugung in einem Photovoltaikmodul. Sie besteht aus einer negativ und einer positiv dotierten Schicht. Bei Lichteinfall entsteht zwischen diesen beiden Schichten eine Spannung. Es gibt unter anderem amorphe, polykristalline und monokristalline Solarzellen.
String-Ribbon
Bei einem String-Ribbon-Verfahren werden die Wafer zwischen zwei Fäden direkt aus der Silizium-Schmelze gezogen.
Trafo-Wechselrichter
Ein Trafo-Wechselrichter trennt die Photovoltaikanlage galvanisch vom Netz und kann niedrige DC-Spannungen verarbeiten.
Trafoloser Wechselrichter
Bei trafolosen Wechselrichtern ist ein allstromsensitiver Fehlerstromschalter vorgeschrieben. Ein trafoloser Wechselrichter erreicht höhere Wirkungsgrade als ein Trafo-Wechselrichter.
Unterkonstruktion
Eine Unterkonstruktion ist ein Befestigungssystem, mit dem man Photovoltaikmodule auf Dächern oder auf Freiflächen installiert.
Wafer
Wafer sind 0,2–0,3 mm dicke Siliziumscheiben, die von Siliziumblöcken gesägt werden. Sie sind zudem das Grundelement für mono- und polykristalline Solarzellen.
Wechselrichter
Ein Wechselrichter (auch Inverter) ist ein elektrisches Gerät, das den Gleichstrom (DC) in Wechselstrom (AC) umwandelt.
Wechselstrom
Als Wechselstrom wird ein elektrischer Strom bezeichnet, dessen Stärke und Richtung sich ständig ändert. Die englische Bezeichnung ist Alternating Current mit dem Kürzel AC.
Wirkungsgrad
Der Wirkungsgrad beschreibt das Verhältnis zwischen eingestrahlter Sonnenenergie und erzeugter elektrischer Energie.
